Ouija Im Laufe der Jahrhunderte haben Völker immer wider Wege gefunden, sich mit den Geistern in Verbindung zu setzen und Nachrichten aus der ganzen Welt zu erhalten. Man sagt, bereits im alten China sei ein dem Ouijabrett ähnliches Instrument benutzt worden, um Verbindung mit den Geistern der Toten aufzunehmen. Im klassischen Griechenland soll Pythagoras seinen Schülern empfohlen haben, ein solches Instrument zu benutzen, um Erkenntnisse aus der Unsichtbaren Welt zu erhalten. Auch in Rom sagt man, sollen solche Geräte populär gewesen sein. Anfang des 19. Jahrhundert begann man sich vor allem in England außerordentlich für alles zu interessieren, was das übernatürliche betraf. In Charlotte Brontes "Jane Eyre" ist zu lesen: "Außer der Erde und außer der Menschheit gibt es eine unsichtbare Welt und ein Königreich der Geister; diese Welt ist um uns und sie ist überall." Ein regelrechtes Fieber, ausgelöst von dem Wunsch, Kontakt mit Geistern aufzunehmen, griff damals auf der ganzen Welt um sich. Um diese Zeit wurde auch die spiritistische Bewegung ins Leben gerufen, deren Mitglied auch ein Sir Arthur Conan Doyle war, der "Vater" des Sherlock Holmes. Die Spiritisten glaube, dass es möglich ist, mit den Geistern Verstorbener Kontakt aufzunehmen. Die erste Konferenz der Spiritisten, an der Tausende von Menschen teilnahmen, fand 1852 in Cleveland statt. Spiritistische Kirchen wurden gegründet, von denen sich die traditionellen Kirchen sofort distanzierten. Arthur Conan Doyle hat es auf den Punkt gebracht, als er sagte: "Der Spiritismus ist eine Religion für jene, die sich außerhalb aller Religionen bewegen. Auf der anderen Seite macht er den Glauben derer, die bereits einen religiösen Glauben haben, um vieles stärker." In ganz Amerika wurde Seancen abgehalten und Medien wurden über Nacht so berühmt wie heute Filmstars. Sie wurden gefeiert und wieder verschmäht, je nachdem, ob man sie des Betrugs überführen konnte oder nicht. Eine Erklärung dafür, warum es zu dieser Zeit so erstaunlich viele Medien gab, ist die Tatsache, dass die Geschwister Fox die Kommunikation mit Geistern erstmals populär gemacht hatten und begabte Menschen nun endlich öffentlich zu ihrer Begabung stehen konnten. Dass es darunter sehr viele Scharlatane gab, ist bestätigt, aber leider gab es auch sehr viele ernst zu nehmende Medien, die so unter andauernden wissenschaftlichen Erforschungen und dem ständigen Zweifel an ihren Fähigkeiten litten, dass sich ihre Begabung mit der Zeit verflüchtigte. Leider wurde damals weniger auf den Inhalt der übermittelten Nachrichten geachtet, weil die "WAWissenschaftler" so darauf beseelt waren, die Echtheit des Kontakts mit der Geisterwelt zu beweisen. Bevor das Ouija Brett richtig populär wurde, gab es also bereits eine Reihe anderer Methode zur Kontaktaufnahme mit der geistigen Welt, die mehr oder weniger erfolgreich waren. Beim Tischerücken legten alle Anwesenden ihre Hände auf den Tisch und warteten auf Kontakt zu den Geistern. Das Gläserrücken, das man auch hierzulande kennt, war schon eher eine Annäherung an das Ouijabrett., wobei man das umgestülpte Glas wie eine Blanchette über Papier gleiten ließ. Blanchette ist auch das französische Wort für "Brettchen". Um 1852 erreichte die Begeisterung für Seancen und Kontakte mit der Geisterwelt Europa. Baron Guldenstubbe brachte das Tischerücken von Amerika nach Frankreich. Wo es so beliebt wurde, dass es sich bald auf dem ganzen europäischen Festland und bis nach England ausbreitete. Auch in Deutschland gehörte "Tischerücken" bis in die späten zwanziger Jahre zu den beliebten Gesellschaftsspielen der höheren Klasse. Im Zuge dieser Entwicklung wurden einige Medien sozusagen über Nacht berühmt. Um nur einige zu erwähnen. Daniel Dunglas Home Während der Seancen in seinem Salon erschienen geisterhafte Hände, die ein Akkordeon spielten, und Möbel schwebten im Raum, wie Daniel Home selbst auch. Eusapia Paladino Auch sie konnte Dinge schweben lassen. Sir Oliver Lodge (weltbekannter Physiker) nahm einmal an einer Sitzung teil und veröffentlichte seine Beobachtungen im "Journal of the Society for Psychical Research" vom November 1884. Leonore Piper Sie gilt als das beste Trance Medium in der Geschichte der parapsychischen Forschung und war über jeden Zweifel erhaben. Sie sagte zum Beispiel im Alter von 8 den Tod ihrer Tante zum selben Zeitpunkt an. SPR Die Society for Psychical Research, Gesellschaft für parapsychologische Forschung, wurde 1882 in England gegründet. Man könnte noch Unmengen von Personen aufzählen, die im Bezug zu solchen Dingen erwähnt wurden, doch lassen wir es an dieser Stelle mal gut sein. Nun haben wir etwas über die Geschichte und ihre Verbreitung gehört. Lasst uns zur Tat schreiten. Wie mein ein Ouija Brett benutzt? Eigentlich ganz einfach. Man braucht in der Regel 2-6 Personen, die sich auf eine Frage konzentrieren, die sie der "Geisterwelt" stellen möchten. Dann werden die Finger auf die Blanchette gelegt und man wartet auf Kontakt. Wenn eines der "Wesen" bereit ist, zu antworten schiebt sich die Blanchette über da Brett und buchstabiert langsam die Antworten. Man kann diesen Wesen im Allgemeinen jede Frage stellen, doch sind die Antworten nicht immer präzise oder verständlich. Bedenke man, das auch Sprechen mit anderen Menschen nicht immer das gewünschte Ergebnis erzielt. Hier ein Beispiel, für ein Ouijabrett. Und noch ein Sinniger Büchertipp.
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